Der Bessunger Waldkindergarten e.V. wurde 2001 von engagierten Eltern gegründet und war damals der zweite Waldkindergarten in Darmstadt. Heute gibt es drei und einen Naturkindergarten - was dafür spricht, dass die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Die Resonanz und Wichtigkeit dieser Einrichtung wird auch deutlich an den bisher gewonnenen Preisen, wie dem städtischen Umweltpreis und dem Ludwig-Metzger-Preis.
Bis heute wird er als Elterninitiative betrieben was einerseits ein deutliches Mehr an Mitarbeit erfordert als es in einem Regelkindergarten der Fall wäre, anderseits gibt dies auch die Möglichkeit, den Kindergarten selbst aktiv mitzugestalten. Dies ist zwar mit viel Arbeit verbunden da alles, was im Regelkindergarten von der Leitung und dem Träger übernommen wird hier in Elternarbeit geleistet werden muss.Selten jedoch erhält man einen so gnauen Einblick in das Kindergartengeschehen und ist so nah dran.an dem, was die Kinder Tag für Tag erleben.
Eltern eines oder mehrerer Waldkinder zu sein, bedeutet, sich nicht von extremen Witterungsverhältnissen schrecken zu lassen und eine erhöhte Toleranz gegenüber Dreck und Matsch aufzubringen - Dinge, die in der Kindheit der meisten Eltern vollkommen selbstverständlich waren, heute aber weitgehend zurückgedrängt sind zugunsten behüteten Spielens in sauberen geschlossenene Räumen.
Waldkinder sind in den allermeisten Fällen robust, phantasievoll und entgen mancher Befürchtungen in ihren kognitiven Fähigkeiten keineswegs im Nachteil gegenüber Kindern aus Regelkindergärten..Vielmehr können sie sich im allgemeinen gut konzentrieren, zuhören und haben ein gutes Sozialverhalten.
Der Wald bietet in seiner Weite ein schier unerschöpfliches Potenzial an Spiel-und Lernmöglichkeiten und Sinneserfahrungen wie sie im Regelkindergarten mit seinen begrenzten Räumen und vorgegebenen Spielsachen nur selten möglich sind.
Auch im nunmehr 9. Jahr des Bestehens unseres Kindergartens ist die Nachfrage nach Betreuungsungsplätzen bei den "Waldameisen" groß - für uns ein Beweis, dass wir keinen romantischen Ideen folgen, sondern einem offenbar vorhandenen Bedürfnis nach Ursprünglichkeit entgegenkommen, also auf dem richtigen Weg sind. (08. Mai 2009)
